zynisch,ehrlich,krank

 

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Dienstag: Stress

Morgen:

Der Morgen beginnt wieder um 8, ich hocke antriebslos rum, kalter Schweiß auf der Stirn, trinke einen Kaffee der noch viel zu heiß ist. Um 9:30 mache ich mich schließlich auf den Weg zur Arbeit, ich trage ein Hemd eine dunkle Jeans und schwarze Lederhandschuhe. Es ist Frühling allerdings ein kühler Vormittag, ich trage die Handschuhe während des ganzen Weges, ich scheue mich davor Dinge ohne Handschuhe zu berühren. Warum das ausgerechnet an diesem Tag so ist weiß ich nicht.

Arbeit:

Die Arbeit beginnt leicht, ich ärgere mich mit Menschen rum die dumme Fragen stellen, nehme ne Menge Geld in die Hand. Ich zucke nervös mit den Beinen. Mir wird übel als ich eine alte Frau dabei beobachte wie sie ihre triefende Nase mit ihrer bloßen Hand abwischt und den schimmernden Schleim scheinbar an alles reibt was sie finden kann. Ich berühre die Dinge nur noch an den Kanten. Mir wird leicht übel. Es gibt einfach Zeiten wo ich Menschen verabscheue.

Irgendwann ist es vorbei. Die Arbeit überstanden, ich verziehe mich zügig wünsche allen Mitarbeitern die meinen Weg kreuzen einen schönen Tag oder nicke hier und da freundlich wenn auch kurzangebunden.

Ein Arbeitstag ohne besondere Vorkommnisse, zum Glück nicht meine unfreundlichste Vorgesetzte anwesend.

Eine Frau die sich und alles was sie tut so ernst nimmt das ihr jede Freude abhanden gekommen zu sein scheint. Sie ist selbst unfreundlicher als der Zugführer beim Bund. Und das war ein Bluthund.

 

(Nach)-Mittag:

Ich esse nicht, trinke nur noch mehr Kaffee. Irgendwann ist meien Freundin online. Einen Moment geht es gut dann beginnt es, ein Missverständnis, ich sage das Falsche, meine das Richtige. 

Irgendwann mache ich ihr ein  schonungsloses Selbstgeständnis, bereue es.

Ich brauche Luft, verziehe mich also nach draußen, es ist trüb und die Luft feucht, es sollte regnen, tut es aber nicht. Ich laufe ziellos umher, erreiche wie automatisch den Getränkemarkt, kaufe eine Cola, ziehe die Handschuhe nicht mal zum Zahlen aus. Ich gehe zurück, sehe jemanden aus einem Büro kommen, ein Kind ruft "Hallo" ich merke, dass es mich meint reagiere allerdings nicht sondern lausche der Musik die in mein Ohr schallt. Die Person die aus dem Brü gekommen ist geht vor mir, ein Mann, er sieht seltsam überdreht aus, ich denke das er betrunken war als er sich seine Kleidung am Morgen ausgewählt hat.

Bin wieder am Rechner, habe das Bedürfnis zu rauchen, lass es aber sein, schreibe weiter mit meiner Freundin, versage, bin deprimiert. 

Abend:

 Essen, Streit, ein Telefonat mit meinem Bruder, er sit dem Debattierclub beigetreten, ich lache darüber und frage ihn aus. Ich find es nicht mal amüsant was er da erzählt aber es gibt ihm ein gutes Gefühl und mein Schaden ist es nicht.

Ich verbringe den Abend ohne meine Freundin, es zieht mich runter, allerdings meine eigene Schuld. Ich fühle mich abgeschottet solange ich nich mit ihr schreibe, sehe mir die Hälfte eines Dramas an, ich verziehe keine Miene, sehe ohnehin nur selten hin. Ich fühle mich verbraucht. Der Rücken tut weh, Magensäure steigt mir langsam und brennend die Kehle hoch.

Ich mache mir Sorgen, nur noch Sorgen, stelle fest das ich nicht mehr so kaltherzig bin wie ich früher in manchen Momenten war. 

Denke über die Phase des Ausstiegs nach, war nie tief drin, es lastet dennoch noch auf mir. 

Ich hasse mich dafür das es auf meine Freundin projeziert wird was ich einst verbrach. 

Ich bin ein vollkommen anderer Mensch und war nie das was man von mir denkt.

Den Gegenbeweis zu erbringen wird schwierig, es muss allerdings getan werden.

Ich tue alles was getan werden muss und sehe weiter.

 

28.4.09 22:23


Montag: Nichts

Aufstehen: Der Wecker "klingelt" um 8 mit einem dieser absolut nervtötenden Piepen, sogar in stereo weil es schon 2 Wecker sind die ich benötige.

Heute keinen Kaffee, warum auch immer, ich werde aggressiv. Nach einem Anruf bei der Arbeit erfahre ich das ich heute frei habe. Es war mir irgendwie klar. Müdigkeit macht sich breit, geschlafen wird nicht. Wozu auch schlafen wenn man ein Gefühl hat als müsste man irgendjemanden umbringen, man weiß nur nicht wen.

 

Mittag:

Nichts zu tun, es wird eine Kleinigkeit gegessen. Die Kommunikation mit der Außenwelt findet nciht statt. Ein abgeschiedener Tag. Ich starre aus dem Fenster, Leute ziehn vorbei, mit  irgendwas beschäftigt. Keine Ahnung was da so vor sich geht, es fasziniert mich und ist mir gleichzeitig egal.
Ich denke darüber nach was für tolle Herdentiere Menschen doch sind.
Es ist immer wieder so leicht zu bemerken aber niemand bricht aus.
Ein einfaches Beispiel: 3 Kassen im MK sind geöffnet. An 2 Kassen sind Kunden, an einer nicht, Kasse 1 : Eine Schlange von 8 Kunden(Kleingeldzähler, nervig für die Leute in der Schlange nicht für den der Wechselgeld brauch) Kasse 2: 3 Leute! Kasse 3: 0 Kunden aber ein gut sichtbarer Mitarbeiter. Weitere Kunden verteilen sich an den Kassen, 5 um genau zu sein. 2 an Kasse 2. 3 an Kasse 1. Niemand an Kasse 3.
Die Lichter über den Kassen werden von grade Mal 1/5 der Kudnen beachtet. Mans teht gerne in der Schlange und schön in der Herde wie es scheint. Sowas versteh ich nicht. Spricht nich grade für die Eigenständigkeit der Menschen.

Frage: Bin ich besser?

Antwort:  Ja!

Frage: Bin ich arrogant?

Antwort: Kein Stück .

 

Nach der Nahrungsaufnahme (nicht mal Hunger war der Grund zum Essen), werde ich erneut müde, schön, also ab ins Bett, das Fenster ist offen, der Pc lechtet in einem nervigen 5 Sekunden tackt im Standby-Modus viel zu hell auf. Der Fernseher läuft. Eine Wiederholung der Serie "Eine schrecklich nette Familie". Ich dämmere eine halbe Stunde weg. Wache auf mit einem seltsamen Geschmack im Hals, als hätte ich Hefe-Weizen getrunken. Ich greife mir ein Glas, schenk mir ein wenig Scotch ein und trinke ihn in einem Zug. Dann lege ich mich erneut hin.

 

Abend: 

Der Abend beginnt mit einem Besuch bei der Post, bevor die Poste geschlossen wird sind mal wieder einige Leute da, man wartet ja gerne bis zum letzten Moment. Ich schicke eine Karte mit nett gemeinten aber irgendwie zu oberflächlichen "Gute Besserungs" Wünschen ab. Ich mache mir Vorwürfe das ich etwas so kaltes überhaupt abschicke, macht das nicht die "Gute Absicht" dahinter zu einem schlechten Witz?

Ich erledige eine Besorgung für jemanden der mir Geld schuldet, man will ja freundlich sein auch wenn man sich nicht freundlich fühlt.

Der weitere Abend vergeht noch immer. Ohne Aggressionen. Ohne bösen Humor...bisher.

Ich warte auf einen Anflug von Wut, oder eine Erkenntnis, oder eine Inspiration. 

Abwarten.

 

27.4.09 19:05





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